Rezepte

Aufgepeppte Tütensuppe

Ich habe hier in meinem Blog schon mehrmals geschrieben, dass ich eher nachlässig bin, wenn es darum geht, für mich selber zu kochen. Weil ich mir mit meiner Ernährung jedoch etwas gutes tun möchte, achte ich trotzdem darauf, mich nicht zu einseitig oder zu ungesund zu ernähren.

Wenn es einmal schnell gehen muss oder ihr Lust auf etwas warmes habt, jedoch nicht lange in der Küche stehen wollte, habe ich hier einen Tipp für euch:

Man nehme eine Bouillon nach Wahl, gebe eine Handvoll feine Nudeln sowie (bereits gerüstetes) Suppengemüse und 150g Räuchertofu in mundgerechten Stücken hinzu und schwupps hat man eine warme, ausgewogene und sättigende Mahlzeit.

En Guete!

Essgeschichten

Meine erste Mikrowelle

Ich bin ohne Mikrowelle aufgewachsen und habe auch nie eine vermisst. Ich erinnere mich jedoch daran, dass es als Kind für mich ein Highlight war, wenn meine Grossmutter und ich uns je eine Einzelportion Fondue in der Mikrowelle gemacht haben. Auch wenn es bei Freunden Popcorn aus der Mikrowelle gab, war ich nie abgeneigt.

Was ich in den zwei Jahren in meiner Einzimmerwohnung in Bern jedoch gelegentlich vermisst habe, ist ein Backofen. Grundsätzlich backe ich lieber, als dass ich koche und es gibt nichts über Ofenkartoffeln und Ofengemüse. Da ich in meiner Personalwohnung auch keinen Backofen habe und dazu neige, kochfaul zu sein, wenn ich für mich alleine sorgen muss, habe ich mir nun versuchsweise eine Mikrowelle angeschafft. Um nicht in Versuchung zu geraten, aufgrund dessen auf Fertiggerichte zurückzugreifen, habe ich mir auch gleich zwei Mikrowellen-Kochbücher zugelegt. Mir war gar nicht klar, was man in so einer Mikrowelle alles auf einfache Art und Weise frisch zubereiten kann. Wie oft ich sie nutzen werde und ob sich die Investition gelohnt hat, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Alltagsgeschichten

Zurück im Personalhaus

Während der praktischen Ausbildung begleitend zu meinem Studium habe ich schon zweimal mehrere Wochen in einem Personalhaus verbracht. Es war okay, aber so richtig toll fand ich es nicht. Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche sind nicht jedermanns Sache und wenn es die Mitbewohner mit dem Sauberhalten nicht so genau nehmen, schon gleich gar nicht. Im Unterschied zu den vorhergehenden Malen habe ich nun nicht nur ein Zimmer, sondern eine Einzimmerwohnung mit eigener kleiner Küche und eigenem Bad. Die Einrichtung des Wohn- und Schlafzimmers besteht aus einem Bett, einem (Schreib-)Tisch, zwei Einbauschränken, einem Stuhl und einem bequemen Sessel. Mehr brauche ich zurzeit nicht und ergänz mit einigen persönlichen Gegenständen fühle ich mich richtig wohl.

Das Zurücklegen meines Arbeitsweges dauert ca. 3 Minuten und geschieht komplett unterirdisch durch die verworrenen Kellergeschosse des Spitals. Diese Strassen unter dem Krankenhaus mit den Lüftungs- und Heizungsrohren haben ihren ganz eigenen Charme. Wenn ich mir abends frische Arbeitskleider mit in die Wohnung nehme, kann ich mich am Morgen direkt umziehen und der Verbrauch an Privatklamotten reduziert sich auf ein Minimum.

 

Studiumsgeschichten

Der erste Arbeitstag

Am Donnerstag war es nun also so weit und ich hatte meinen ersten Arbeitstag als Ernährungsberaterin in Ausbildung in einem Schweizer Kantonsspital. Meine kleine, gemütliche Personalwohnung hatte ich am Vortag bezogen und ich fühle mich dort schon richtig wohl. Noch etwas wohler fühle ich mich, seit ich weiss, dass es im Nebengebäude eine jederzeit zugängliche Starbucks-Kaffeemaschine für das Personal gibt. Was will man mehr?

Um Punkt 8 Uhr sollte mich in den neuen Büroräumlichkeiten der Ernährungsberatung einfinden. Was mit Sicherheit einmal toll wird, ähnelt im Moment noch einer Baustelle. Medizinisches Fachpersonal und Handwerker geben sich die Klinken in die Hand und noch weiss niemand so genau, was wo hingehört. Begeistert bin ich allerdings davon, dass für die Studierenden ein eigenes Büro mit elektrisch höhenverstellbaren Stehpulten vorgesehen ist. So lässt es sich arbeiten! Die Büroräumlichkeiten der Ernährungsberatung befinden sich neu in einem Nebengebäude des Haupthauses, sodass bei der Arbeit auf den Stationen für ausreichend Bewegung gesorgt ist.

Da ich den obligaten Einführungstag für sämtliche neuen Mitarbeitenden erst im März nachhole, wurde ich zwischendurch zum Fototermin für den Personalbadge aufgeboten. Dabei lernte ich einen sympathischen Assistenzarzt kennen, der mir, ganz Gentleman, den Vortritt liess. Das Foto ist, naja, so ein richtiges Personalausweisfoto eben. Dafür gehöre ich nun offiziell zur Belegschaft und meine Konsumationen in Personalrestaurant und Cafeteria werden mir direkt vom Lohn abgezogen. Bei meinem Praktikantenlohn und umgekehrt proportional dazu hohen Kaffeekonsum sollte ich wohl aufpassen, dass ich Ende des Monats nicht noch draufzahlen muss.

Am Nachmittag durfte ich dann meine erste Ernährungstherapie vorbereiten und mit meiner Praxisausbildnerin auf die Station. Um 16 Uhr fand eine teaminterne Supervision statt, an der ich ebenfalls teilnehmen durfte. Anschliessend daran zogen wir uns um und ich durfte meine Mitarbeiterinnen an ein interprofessionelles Bariatrie-Board begleiten. Es wurden Patientinnen und Patienten besprochen, die für einen chirurgischen Eingriff zur Gewichtsreduktion vorgesehen sind. Anwesend waren Chirurgen, Internisten, ein Endokrinologe, ein Gastroenterologe, Psychologen sowie mehrere Ernährungsberaterinnen. Mega spannend! Danach ging es nahtlos weiter mit einer interprofessionellen Weiterbildung zum Thema Post (Gastric) Bypass Hypoglycemia. Einfach ausgedrückt geht es damit um Blutzuckerabfälle, welche bei (Magen-)Bypass Patienten nach der Nahrungsaufnahme entstehen können. Eine adäquate Ernährung ist dabei die Therapie erster Wahl.

Während des Vortrags gab’s die Vorspeise und anschliessend eine leckere Hauptspeise sowie ein Dessert. Alles gesponsert von einer Pharmafirma. So lässt es sich dinnieren. Für mich war es eine ideale Gelegenheit, mein Team etwas näher kennenzulernen sowie Bekanntschaft mit Teilen der Ärzteschaft zu machen.

Eine Arbeitskollegin und ich machten uns schliesslich zu Fuss auf den Heimweg zum nahegelegenen Personalhaus. Da weder sie noch ich über einen wirklich ausgeprägten Orientierungssinn verfügt, landeten wir schliesslich auf der Rasenfläche hinter den Leitplanken entlang der Hauptstrasse. Um 22.20 Uhr kam ich schliesslich hundemüde aber happy in meiner kleinen Wohnung an.

 

 

Wohngeschichten

Moni packt (mal wieder)

Nach einem recht unspektakulären Start ins Jahr 2018 steht bei mir nun die nächste grosse Herausforderung vor der Tür: Ich starte in mein letztes grosses Praktikum und damit auch zur letzten Etappe auf dem Weg zur Berufsbefähigung als Ernährungsberaterin. Juhu!

Zwölf Monate werde ich in einem Schweizer Kantonsspital mit rund 400 Betten in der Ernährungsberatung arbeiten und ich freue mich riesig darauf. Seit meinem letzten Praktikum ist bereits mehr als ein Jahr vergangen und ich kann es kaum erwarten, all das angehäufte Wissen aus den drei Jahren Studium in der Praxis anzuwenden. Bisher musste ich einen Betrieb jeweils nach spätestens drei Monaten wieder verlassen. Meistens also genau dann, wenn ich mich gerade so richtig eingelebt hatte und begann, mich in meiner Rolle als angehende Ernährungsberaterin wohlzufühlen. Nun bin ich gespannt, wie es sein wird, über längere Zeit Vollzeit zu arbeiten und Klientinnen und Klienten über mehrere Monate hinweg betreuen zu können. Auf den Kontakt mit den Patientinnen und Patienten sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit im Krankenhaus freue ich mich besonders. Bestimmt ergibt sich die eine oder andere Begegnung, von der ich dann hier auf meinem Blog berichten kann.

Da ich noch keine eigene Wohnung habe sondern nach dem Studienabschluss in Bern wieder bei meinen Eltern eingezogen bin, habe ich mich dazu entschieden, unter der Woche zumindest vorläufig in eine Personalwohnung direkt neben dem Spital zu ziehen. Wieder einmal heisst es also, meinen Haushalt zusammenzupacken und aus der Reisetasche zu leben. Da ich dieses Mal eine ganze Wohnung, inklusive Miniküche und Bad, und nicht nur ein Zimmer für mich habe, möchte ich es mir auch gemütlich einrichten. Schliesslich will ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag wohl fühlen und erholen.

Alltagsgeschichten

2018 – Dranbleiben, weitermachen

Hold on (Nano)

You gotta have the patience
And believe you’re gonna make it
Gotta hold on

I know you’re tired of surviving
But you gotta keep on trying
Gotta hold on

Als ich das obenstehende Lied vor ein paar Tagen zum ersten Mal gehört habe, fühlte ich mich sofort angesprochen und bei den obenstehenden Zeilen sogar komplett verstanden. Wie oft habe ich 2016 gesagt, dass ich es leid sei, nur zu überleben, anstatt zu leben. Wenn ich nicht mehr daran geglaubt habe, dass ich das alles bewältigen kann, dann haben das andere für mich übernommen. Familie und Freunde haben mir mit ihrem unerschütterlichen Glauben an mich und meine innere Stärke die Kraft gegeben, den Mut nicht zu verlieren und weiter zu machen.

„Auch wenn ich kein Fan der vielen Unbekannten in meiner Zukunft bin, finde ich die Vorstellung, dass ich in 365 Tagen viel mehr wissen werde, als ich es zum aktuellen Zeitpunkt weiss, gerade irgendwie erheiternd. Wird es besser, als ich es mir vorstellen kann? Werden Dinge geschehen, mit denen ich niemals gerechnet hätte? Was werde ich über 2017 sagen?“ Diese Zeilen habe ich an Silvester 2016 in einem Beitrag auf diesem Blog geschrieben. Es sind Dinge geschehen, mit denen ich niemals gerechnet hätte. Ich bin froh, dass ich damals so positiv in die unmittelbare Zukunft sehen konnte. Ich hätte nicht wissen wollen, was mich 2017 an Schicksalsschlägen erwartet.

Die Wolken am Himmel waren aber nicht immer schwarz, sondern zuweilen wirklich „kuschelig und rosa„. Meine rosa Wolken waren 2017 all die tollen Menschen, die ich zu meinem nahen Umfeld zählen darf und die intensiven Lebensmomente, die ich mit ihnen erleben durfte. Ihr seid so vielfältig und einzigartig! Ich möchte niemals ohne euch sein. Einige der Wölkchen begleiten mich schon seit meiner Geburt oder meiner frühen Kindheit, andere sind dieses Jahr frisch an meinem Himmel aufgetaucht. Diejenigen, die nicht mehr da sind, werde ich für immer in meinem Herzen und in meinen Gedanken tragen. Auch sie werden mich mein Leben lang begleiten und mir Kraft geben.

Gewisse Dinge im Leben muss man einfach aushalten. Man steht ihnen hilf- und machtlos gegenüber. 2017 habe ich mindestens drei Dinge über das Leben gelernt, die ich nicht wieder vergessen möchte:

  • Die eigene Lebenszeit soll mit so viel Leben wie möglich gefüllt werden. Man kann nicht ständig darauf warten, dass irgendwann alles gut ist oder der perfekte Zeitpunkt kommt. Das Leben findet jetzt statt. Morgen ist es vielleicht zu spät.

 

  • Man sollte die eigenen Bedürfnisse und Wünsche ernst nehmen und darauf hören. Beziehungen, die einem nicht gut tun, rauben einem zu viel Energie und Lebensfreude, als dass sie es Wert wären, gepflegt zu werden. „Nein“ sagen und sich abgrenzen zu können sind Stärken und keine Schwächen.

 

  • Nur wer mit sich selber im Einklang ist, kann bestmöglich für andere da sein.

 

All diese Punkte führen dazu, dass ich mir für 2018 nur eines vornehme: Ich möchte damit weiterfahren, mir Wünsche von meiner Löffelliste zu erfüllen.

Euch wünsche ich, dass auch ihr euch 2018 Träume erfüllen könnt und dass es auch in eurem Leben rosa Wolken, die euch den Glauben an euch selbst zurückgeben, wenn ihr ihn einst verlieren solltet. Bleibt dran, habt Geduld, versucht es weiter.

Alltagsgeschichten

Repost – Weiter Horizont und rosa Wolken

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal posten, was ich an Silvester 2016 über meine Wünsche und Erwartungen an 2017 geschrieben habe. Wer mag, kann in meinen Blogeinträgen der vergangenen 365 Tage (zumindest ausschnittweise) rekapitulieren, wie mein 2017 wirklich war…

2016 ist bereits ein Schatten im Hintergrund und davor tut sich ein weiter Horizont auf. Wir nehmen die Vergangenheit mit, aber was wirklich zählt, sind die Gegenwart und die Zukunft. Die Wolken stehen für das Schwammige und Unvorhersehbare. Wir können darin vielleicht etwas erahnen, aber sicher sein können wir uns nie. Nach manchen können wir greifen, andere vorbeiziehen lassen.

Ohne in ein Horoskop blicken oder einen Wahrsager befragen zu müssen, weiss ich, dass 2017 für mich einige weitreichende Veränderungen für mich bereit halten wird. Abschluss des Studiums, Umzug und zum ersten Mal in meinem Leben werde ich länger als sechs Monate und Vollzeit in meinem zukünftigen Beruf arbeiten. Wo? Keine Ahnung.

Meine konkrete Zukunftsplanung reicht momentan ungefähr bis zum Ende des laufenden Semesters am 31. Januar. Bis dahin ist die Agenda gefüllt und die Aufgaben sind klar. Alles andere wird sich ergeben. Der Horizont ist weit geöffnet und ich stehe dem Leben mit offenen Armen gegenüber. Meistens jedenfalls.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass meine bevorstehende Operation gelingt und dadurch diesbezüglich etwas mehr Ruhe und Konstanz in mein Leben tritt. Das wäre wirklich schön. Krank oder jedenfalls nicht ganz gesund zu sein engt den Horizont ein und macht zuweilen blind für die schönen Dinge im Leben. Die eigentlich greifbaren Wolken rücken in weite Ferne und scheinen unerreichbar.

Auch wenn ich kein Fan der vielen Unbekannten in meiner Zukunft bin, finde ich die Vorstellung, dass ich in 365 Tagen viel mehr wissen werde, als ich es zum aktuellen Zeitpunkt weiss, gerade irgendwie erheiternd. Wird es besser, als ich es mir vorstellen kann? Werden Dinge geschehen, mit denen ich niemals gerechnet hätte? Was werde ich über 2017 sagen?

Für das kommende Jahr 2017 wünsche ich uns allen Gesundheit, Geborgenheit und einen weiten Horizont, der es uns erlaubt, unser Leben zu geniessen und unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Mögen die Wolken kuschelig weich und rosa sein.

En guete Rutsch!