Wohngeschichten

WG-Abend der anderen Art

Endlich haben wir es wieder einmal geschafft, alle vier Mitbewohnerinnen sind zuhause und haben einen freien Abend. Aus den Schätzen unseres Bio Gemüseabos hat eine von uns einen leckeren Auflauf gezaubert, den wir mit Genuss verspeisen.

Vor ein paar Wochen haben wir das Gesellschaftsspiel „Brandy Dog“ für uns entdeckt und wir entscheiden uns dafür, eine Runde zu spielen. Wir sind mittendrin (mein Team eher im Hintertreffen), als es in der Küche laut wird. Es klirrt, rumst und scherbelt. Für einen Moment sind wir wie erstarr und schauen und erschrocken an. Ist das Gitter mit dem trocknenden Geschirr heruntergefallen?

Es war das Regal mit den „flüssigen Schätzen“ unserer WG, sprich – die wohnungseigene Bar. Auf dem Boden liegen die Tablars des Regals, Bierdosen und Tischsets inmitten aus einem Gemisch aus Rotwein, Bacardi und einigem mehr. Es riecht wie in einer Bar nach einem regelrechten Saufgelage.

Aus dem gemütlichen Spieleabend wird also eine grossangelegte Putzaktion. Wegen der Scherben und der klebrigen Flüssigkeiten kann die Küche vorübergehend nur noch mit Gummistiefeln oder mindestens halbhohen Schuhen betreten werden. Wir mobilisieren sämtlich Putzlappen, Eimer und Schrubber, die wir finden können.

Heute sieht man fast nichts mehr. Der Boden klebt trotz mehrfachem feuchtem Aufziehen noch immer, aber auch das wird sich in den nächsten Tagen wohl geben. Im Treppenhaus steht eine Plasticktüte voller Scherben und daneben lagern „die Überlebenden“, also die Flaschen, die den Sturz aus der Höhe unbeschadet überstanden haben.

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