Alltagsgeschichten

Das war 2015

Zum Jahreswechsel werde ich immer etwas melancholisch. Ich finde es spannend, auf die vergangenen 365 Tage zurückzuschauen, aber ich möchte vor allem auch nach vorne sehen und auf ein tolles 2016 hoffen.

Für viele Menschen, die ich kenne und die mir nahe stehen, war 2015 kein einfaches Jahr. Sie haben schwere Schicksalsschläge erlebt, geliebte Menschen viel zu früh verloren oder eine persönliche Krise durchgemacht.

Gibt es gute Jahre und schlechte Jahre? Ich weiss es nicht. Nur weil nach unserem menschengemachten Kalender ein weiteres Jahr um ist, verändert sich nicht automatisch die Gesinnung des Schicksals (sollte es so etwas wirklich geben) und Glück wandelt sich nicht in Unglück um oder umgekehrt. Auf der ganzen Welt ist gerade viel los und nicht immer nur Gutes. Nur weil in meiner Agenda nun 2016 steht wird sich das nicht ändern. Kein Bisschen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, die letzten zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Ich blättere in meinem Tagebuch, durchstöbere meinen Blog und schaue mir Fotos an. Es war einiges los! Die Fotos zeigen schöne Momente: Wunderbare Ferien in der Provence, gemütliche Familienfeiern, liebe Freunde. Trotz meines Vorsatzes, auch die positiven Momente schriftlich festzuhalten, ist mein Tagebuch nur sehr begrenzt eine Aufzeichnung freudiger Ereignisse. Ich schreibe öfter und ausführlicher, wenn es mir nicht so gut geht. Der Blog ist ein kunterbuntes Mischmasch und gibt das wieder, was ich gerne mit jedem teile.

Ich habe viel gelacht und auch viel geweint. Es ist nicht alles gut und neben all dem unvorhersehbaren stehen die nächsten Herausforderungen bereits schon geplant vor der Tür. Wie viele von uns tendiere auch ich dazu, zuerst das negative zu sehen: Immer noch Single, wieder eine OP ohne den gewünschten Erfolg, immer noch keinen Preis für herausragende Leistungen gewonnen (in welchem Gebiet ist völlig egal). Aber hey, ich habe ein Studium, das mir Spass macht und arbeite auf einen Beruf hin, in dem ich mir eine spannende Zukunft vorstellen kann. Ich habe eine gemütliche Einzimmerwohnung, in der ich mich wohl und zuhause fühle. Und vor allem habe ich Familie und Freunde, auf die ich mich jederzeit verlassen kann. Im Grossen und Ganzen geht es mir also richtig gut.

Eine Aussage einer lieben Person hat mich diesen Sommer sehr berührt: „Ich habe kein Problem mit dem Älterwerden, weil jeder Geburtstag und jedes zusätzliche Lebensjahr bedeuten, dass ich leben darf.“ So geht es mir auch mit Silvester.

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