Essgeschichten

Diabetes in der Schwangerschaft

Zu meinen Aufgaben im Praktikum gehört unter anderem, dass ich Patientinnen mit einem sogenannten Schwangerschaftsdiabetes bezüglich Ernährung berate. Obwohl der Gestationsdiabetes längst nicht so bekannt ist, wie der Diabetes Typ 1 und der sogenannte „Alterszucker“, also Diabetes Typ 2, tritt er doch bei 5-10% aller Schwangerschaften und damit relativ häufig auf. Deshalb und weil die Folgen für Mutter und Kind ohne entsprechende Therapie verheerend sein können,  werden in der Schweiz alle Schwangeren routinemässig in der 24. – 28. Schwangerschaftswoche getestet.

Zu hohe Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft erhöhen beispielsweise das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten, ein stark erhöhtes Geburtsgewicht und Wachstumsstörungen beim Ungeborenen. 25-50% der betroffenen Mütter erkranken innerhalb von 10 Jahren nach der Geburt an Diabetes mellitus Typ 2, auch wenn der Gestationsdiabetes normalerweise direkt nach der Geburt wieder verschwindet.

Glücklicherweise reichen bei etwa 50% der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit fünf bis sechs Mahlzeiten täglich in Kombination mit regelmässiger Bewegung als Therapie aus. Wenn der Blutzucker sich jedoch nicht innerhalb von ein oder zwei Wochen normalisiert, wird zur Vermeidung von Komplikationen eine Insulintherapie eingeleitet.

Die meisten Frauen sind extrem motiviert und geben sich grosse Mühe, alles richtig zu machen, weil sie ihr ungeborenes Kind auf keinen Fall gefährden wollen. Das macht die Beratung sehr angenehm und dankbar. Meist reichen wenige Termine bei der Diabetes- und Ernährungsberatung aus und die werdenden Mütter können weiter unbeschwert ihre Schwangerschaft geniessen.

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