Spitalgeschichten

Geduld haben, optimistisch sein, Vertrauen fassen

Meine letzten Operation ist nun knapp sechs Wochen her. Wie schnell die Zeit vergeht. Die „Grosswetterlage“ ist recht freundlich, es gibt ein paar Störungsfelder, aber die sollten sich in den nächsten Wochen verziehen oder zumindest mit nicht ganz so invasiven Methoden in den Griff zu kriegen sein.

Mein Geduldsfaden ist nach der Odyssee aus Arztterminen, Operationen und Enttäuschungen in den letzten Jahren nicht mehr ganz so lang und es fällt mir nicht immer leicht, optimistisch zu sein. Kleinste Abweichungen vom planmässigen Verlauf machen mich nervös und unsicher. Ich registriere jedes noch so unbedeutende Symptom und schenke ihm grösste Beachtung. Mit fehlt das Vertrauen in meinen Körper und darin, dass endlich alles gut wird. Dass das positive Outcome sich stabilisiert und Normalität einkehrt. Endlich.

Bleibt es wirklich so? Vor zwei Jahren ist die „Katastrophe“ erst nach Wochen eingetreten. Völlig unvorhergesehen. Aus dem nichts. Ich bilde mir ein, ein erneuter Rückschlag würde mich weniger treffen, wenn ich mich (noch) nicht allzu sehr freue. Doch wann ist der Zeitpunkt, um aufzuatmen. Eine Garantie gibt es nie. Der Moment zählt. Das Hier und Jetzt.

 

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