Spitalgeschichten

Erholung daheim

Ich bin nun schon seit mehr als einer Woche wieder zuhause und erhole mich von den Strapazen der Operation und des Krankenhausaufenthaltes. Die Schmerzen sind zum Glück viel besser geworden, aber es fehlt mir noch an Kraft und Energie. Deshalb verbringe ich nach wie vor die meiste Zeit im Bett oder auf der Couch. Zu meinem selbst auferlegten „Reha-Programm“ gehört aber auch, dass ich mindestens einmal am Tag das Haus verlasse, ein Bisschen spaziere, Kleinigkeiten erledige oder mich mit Freunden zum Kaffeetrinken verabrede. Damit habe ich bei der letzten grossen Operation vor einem Jahr gute Erfahrungen gemacht (siehe Link).

Im Rahmen der Herumliegerei ist mir mein Stillkissen zu einem guten Freund geworden. Eine liebe Freundin hat es mir im Dezember aus Deutschland mitgebracht und ich würde es nie wieder hergeben. Damit finde ich immer eine bequeme, schmerzfreie und entspannende Position. Stillkissen sind also definitiv nicht nur für Schwangere und Stillende geeignet und ich würde es jedem und jeder empfehlen.

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Mein Freund das Stillkissen.

 

Beim Dösen und Schlafen bin ich durch meine Katze Gini immer in bester Gesellschaft. Sie geniesst es, den ganzen Tag jemanden zum Streicheln und Schmusen zur Verfügung zu haben. Dass man es vermeiden sollte, auf einer frischen Bauchnaht herumzutreten, muss sie allerdings erst noch lernen.

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Faultier erster Güte.

Zwerghamster Mr. Jingles ist vor Kurzem bei uns eingezogen und sorgt für beste Unterhaltung.

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Bern, Wohngeschichten

Urlaub in der eigenen Stadt

Ich hab die Gemächlichkeit von Bern und seinen Bewohnern vom ersten Tag an geschätzt. Selbst wenn der Hauptbahnhof inmitten der Stosszeit voll mit Leuten ist, liegt nie so etwas wie Hektik oder (passive) Aggression in der Luft. Die Leute plaudern im Tram schon am frühen Morgen munter miteinander, in den Läden steht man an der Kasse artig an und es gehört zum guten Ton, sich zu entschuldigen, wenn man vergisst den Warentrenner auf das Förderband zu legen.

Vorgestern habe ich mir ein kurze Auszeit genommen, hab nach der Uni meine schwere Tasche daheim abgeladen und bin in die Altstadt spaziert. Da es ein gewöhnlicher Arbeitstag war, hatte es nicht besonders viele Leute. Während ich unter den Arkaden durch schlenderte, begleitete mich das Harmonikaspiel eines Strassenmusikanten und empfand plötzlich so etwas wie ein „Ferien-Feeling“. Ich war entspannt und guter Laune. Ein Kaffee und voll gefüllte Einkaufstaschen runden den Stadtspaziergang ab.

Fazit: Unbedingt wieder machen!