Bern, Wohngeschichten

Weihnachtsmarkt und Co.

Was ich an Bern wirklich sehr mag sind die Märkte. Für mich schaffen Sie eine Atmosphäre, die ganz anders ist, als in den Läden und Einkaufszentren in der Stadt. Die Zeit scheint ein bisschen stehen geblieben, die Leute nehmen sich Zeit und wählen mit Bedacht aus. Welche Tomate ist die schönste? An welchem Stand gibt es den knackigsten Salat?

Der grosse Wochenmarkt findet jeweils Dienstags und Samstags auf dem Bundeshausplatz statt. Regelmässig gibt es auch den „Handwerkermärit“ auf der Münsterplattform, wo kreative Geister aus Bern und Umgebung ihre selbstgemachte Ware feilbieten.

Was in der Adventszeit natürlich nicht fehlen darf, ist ein Weihnachtsmarkt. In Bern gibt es davon sogar zwei. Einen kleinen auf dem Münsterplatz und einen etwas grösseren am Waisenhausplatz. Wer auf der Suche nach kleinen Aufmerksamkeiten für die Feiertage ist, ist dort auf jeden Fall an der richtigen Stelle. Wo sonst zur Weihnachtszeit oft Hektik und Konsum dominieren, herrscht an den Märkten noch so etwas wie eine ursprüngliche, feierliche Atmosphäre.

Alltagsgeschichten

Halloween für Anfänger

Mit Halloween habe ich eigentlich nicht viel am Hut. In meinem Leben war ich bisher auf einer einzigen der typisch amerikanischen Gruselparties und als Kind habe ich es vorgezogen ein „Räbeliechtli“ für den dorfeigenen Umzug zu schnitzen.

Da ich die lustigen Kürbisgesichter schon immer super fand, wollte ich unbedingt einmal selber eine solche Fratze schnitzen. Das praktische dabei ist, dass man kaum Material braucht: Ein Kürbis, ein patentes Küchenmesser, ein wasserfester Stift, eventuell ein grosser Löffel zum Aushöhlen und schon ist man dabei.

Wir haben von hinten eine Öffnung in den Kürbis geschnitzt und ihn dann von Hand komplett ausgehöhlt. Das Gefühl, bis zu den Ellenbogen in einem Kürbis zu stecken und ihn auszuweiden, dürfte jedem, der gerne knetet und es glibberig mag, Freude bereiten.

Bei der Gestaltung der Fratze kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich würde empfehlen, die auszuhöhlenden Teile zuerst au den Kürbis aufzumalen. Entweder man schnitzt ganz schlicht einfach Mund und Augen in den Kürbis oder man versieht ihn noch mit Augenbrauen, Haaren, Piercings und allem, was einem sonst noch in den Sinn kommt.

Mein „Röbi“ wird zwar niemanden das Fürchten lehren, dafür begrüsst er fortan Tag und Nacht unsere Gäste mit einem schiefen Lächeln vor der Haustüre.