Ich kehre Bern (unfreiwillig) für einige Zeit den Rücken und werde daher in den nächsten Wochen nicht sehr viel über die Stadt und das Studium zu berichten haben. Damit mir aber trotzdem nicht langweilig wird und ich auch während meines Krankenhausaufenthalts kreativ sein kann, werde ich hie und da berichten, was ich so erlebe. In einem Spital hat es viele Menschen und wo es viele Menschen hat verbergen sich auch viele Geschichten, grosse und kleine, lange und kurze. Bestimmt wird sich die eine oder andere Anekdote mit den Ärzten, dem Pflegepersonal und den Zimmergenossinnen ergeben.
Mit Halloween habe ich eigentlich nicht viel am Hut. In meinem Leben war ich bisher auf einer einzigen der typisch amerikanischen Gruselparties und als Kind habe ich es vorgezogen ein „Räbeliechtli“ für den dorfeigenen Umzug zu schnitzen.
Da ich die lustigen Kürbisgesichter schon immer super fand, wollte ich unbedingt einmal selber eine solche Fratze schnitzen. Das praktische dabei ist, dass man kaum Material braucht: Ein Kürbis, ein patentes Küchenmesser, ein wasserfester Stift, eventuell ein grosser Löffel zum Aushöhlen und schon ist man dabei.
Wir haben von hinten eine Öffnung in den Kürbis geschnitzt und ihn dann von Hand komplett ausgehöhlt. Das Gefühl, bis zu den Ellenbogen in einem Kürbis zu stecken und ihn auszuweiden, dürfte jedem, der gerne knetet und es glibberig mag, Freude bereiten.
Bei der Gestaltung der Fratze kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich würde empfehlen, die auszuhöhlenden Teile zuerst au den Kürbis aufzumalen. Entweder man schnitzt ganz schlicht einfach Mund und Augen in den Kürbis oder man versieht ihn noch mit Augenbrauen, Haaren, Piercings und allem, was einem sonst noch in den Sinn kommt.
Mein „Röbi“ wird zwar niemanden das Fürchten lehren, dafür begrüsst er fortan Tag und Nacht unsere Gäste mit einem schiefen Lächeln vor der Haustüre.