Alltagsgeschichten

Mit leichtem Gepäck

Ich fliege morgen gemeinsam mit einer lieben Freundin für knapp zwei Wochen nach Belize in den Urlaub. Die Vorfreude ist riesig! Sommer, Sonne, Meer, Strand, Palmen. Keine Termine, keine Verpflichtungen. Schlafen, essen, ausruhen, entdecken, geniessen, Spass haben.

Normalerweise würde ich mit einem Koffer in Familiengrösse in einen solchen Urlaub fliegen. Als Gewohnheitstier möchte ich immer alles dabei haben und für alle Eventualitäten gerüstet sein. Dieses Mal habe ich mich bewusst dagegen entschieden. Ich nehme lediglich einen grossen Rucksack und eine Tasche für das Handgepäck mit. Fertig.

In Belize braucht man ohnehin nur Sommersachen und die kann man nach einer Woche auch mal per Hand waschen. Make up und sämtliche Pflegeprodukte mit Ausnahme einer universal einsetzbaren Nivea Crème bleiben zuhause. Passende Schuhe zu jedem Outfit sowie Schmuck sind ebenfalls überflüssig.

Ich glaube, diese zwei Wochen Urlaub mit leichtem Gepäck werden mir sehr gut tun. Materielle Dinge bringen nicht nur Zufriedenheit und Segen, sondern können auch Stress und Ballast bedeuten. Es sind nicht Gegenstände und Besitztümer, die unser Leben reich und lebenswert machen. Es sind vielmehr Beziehungen und Erfahrungen.

Alltagsgeschichten

Reisekasse

Ich war letzte Woche sechs Tage lang mit zwei Freundinnen in Frankreich unterwegs. Mit dem Auto sind wir von Stadt zu Stadt, haben zwischendurch Rast gemacht, wo es uns gefällt und es uns so richtig gut gehen lassen.

Obwohl wir alle drei relativ unkompliziert sind und das Glück haben, trotz Studentenbudget nicht jeden Rappen dreimal umdrehen zu müssen, wollten wir, dass es fair zu geht und am Schluss nicht eine viel mehr bezahlt hat als die anderen.

Wenn man sich in Restaurant, Cafés und Bäckereien so richtig unbeliebt machen will, bezahlt am Besten jeder selbst und man teilt sogar noch die Kosten für das gemeinsam getrunkene Mineralwasser auf den Rappen genau durch drei. Da hilft nicht einmal ein ordentliches Trinkgeld, um die Bedienung nach der Rechnerei wieder milder zu stimmen. Die Übernachtungskosten für Hotels werden teilweise bei der Buchung direkt von der Kreditkarte abgezogen und so lassen sie sich auch schlecht an Ort und Stelle aufteilen.

Eine Lösung für dieses „Dilemma“ wäre, dass man eine Reisekasse macht, in der jede zu Beginn einen gewissen Betrag einzahlt. Jemand verwaltet das Geld und verwendet es für gemeinsam getätigte Ausgaben. Wenn ich bisher mit meiner besten Freundin zu zweit unterwegs war, haben wir es immer so gehandhabt, dass eine etwas bezahlt hat und die andere hat es kurz darauf wieder ausgeglichen oder bei sehr ähnlich hohen Beträgen haben wir uns einfach mit dem Bezahlen abgewechselt.

Für diese Ferien habe ich mir die App „Travel Money“ runtergeladen. Die kostenlose Applikation ist sehr einfach zu bedienen und ideal, um den Überblick über getätigte Zahlungen zu behalten. Jeder Mitreisende bekommt ein „Konto“, man gibt ein, wer wofür wieviel bezahlt hat und weiss innerhalb von Sekunden, wer wem wieviel schuldet. So kann man am Ende der Reise abrechnen und wenn man es geschickt anstellt, sind die geschuldeten Beträge kaum der Rede wert. Für Schweizer hat die App ausserdem den Vorteil, dass sie fremde Währungen direkt in Schweizer Franken umrechnet.

Daumen hoch für „Travel Money“, ich würde die Applikation auf einer nächsten Reise sofort wieder verwenden.