Bern, Essgeschichten

Znacht in der Crêperie

Nach einem mehr oder weniger arbeitsreichen Tag war ich gestern Abend mit zwei Freundinnen zum Essen in der Crêperie Le Carrousel in Bern. Der Name ist Programm, denn über der Bar befindet sich tatsächlich ein kleine Karussell. Überhaupt passt das Lokal mit seinem alternativ angehauchten Retro-Charme hervorragend in das Berner Studentenquartier Länggasse. Die Hintergrundmusik entführt einen in die wohlige Atmosphäre einer Hotellounge und die Bedienung ist ausnehmend freundlich und sehr aufmerksam.

Für mich gab es einen grossen Salat und eine Galette mit Blauschimmelkäse und Birnen. Yummy!

Essgeschichten, Rezepte

Apfel-Fenchel-Salat to go

Aus meiner Unlust am Sonntagabend für den Montag vorzukochen, ist ein einfaches und vor allem sehr schnelles Rezept entstanden:

Zutaten

  • 1 Fenchel
  • 1 Apfel
  • Salatkäse/Feta
  • Senf, Balsamico Essig und Rapsöl für die Salatsauce
  • Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

  1. Fenchel waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Apfel  und Käse dazu schneiden.
  3. Wenig Senf sowie Rapsöl und Essig hinzufügen.
  4. MitSalz und Pfeffer würzen.
  5. Alles mischen.

Fertig!

Essgeschichten

Leinöl

Ich habe mich in meiner Bloggerehre sehr geschmeichelt gefühlt, als ich kurz vor Weihnachten die Insiderbox von nu3 zugeschickt bekommen habe. Nu3 ist ein internationales Unternehmen rund um gesunde Ernährung. Wer nach ausgefallenen Lebensmitteln oder Grundlagen für verschiedene Ernährungsweisen sucht, wird auf deren Website bestimmt fündig.

Weil wir im Studium schon so oft darüber gesprochen haben und es als das gesündeste Öl in unseren Breitengraden gilt, habe ich als erstes das Leinöl ausprobiert. Leinöl ist besonders reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, welche in einem idealen Verhältnis zu den ebenfalls enthaltenen Omega-6-Fettsäuren stehen. Man sollte es wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren ausschliesslich in der kalten Küche verwenden und am Besten an einem dunklen und kühlen Ort (Kühlschrank) aufbewahren. Das Leinöl sollte relativ zeitnah verbraucht werden, da es sonst schnell ranzig und damit ungeniessbar wird.

Als Ausgleich zu den eher üppigen Festtagsmenüs habe ich mir gestern Abend einen leckeren Salat gemacht und für die Sauce das Leinöl verwendet. Besonders gespannt war ich auf den Geschmack des Öls, weil dieser scheinbar nicht jedermanns Sache ist. Ich persönlich fand, dass das Öl einen sehr neutralen Geschmack hat und ich werde es auf jeden Fall wieder verwenden.

Studiumsgeschichten

Die Kochprüfung

Es macht Sinn, dass man als Ernährungsberaterin auch über gewisse Grundkenntnisse in der Küche verfügt. Deshalb laufen bei uns im Studiengang momentan praktische Kochprüfungen. Jeder bekommt das Essprotokoll eines fiktiven Klienten und muss dieses mittels Nährwertberechnungsprogramm auswerten, Verbesserungvorschläge aufschreiben und es auch gleich noch optimieren. Am Anfang war ich noch recht locker, doch als es nach über einer Stunde Rezepte eintippen immer noch nicht aufging, weil der Typ einfach zu viel Fett und zu wenig Kohlenhydrate isst, wurde ich langsam nervös. Vor allem, als irgendwann alle meine Mitprüflinge aufstanden und in die Küche verschwanden.

Als ich dann endlich auch am Herd stand, wurde ich nur noch nervöser. Eigentlich kann ich kochen, wirklich!, und die Rezepte waren auch nicht besonders schwer, aber es verunsicherte mich total, dass ständig zwei Experten mit Kugelschreiber und Klemmbrett um mich herum schlichen. Ich liess das Öl in der Pfanne etwas zu heiss werden und so zischte es gewaltig, als ich das Gemüse hinzufügte. Natürlich wurde das sofort notiert. Die eine Expertin liess es sich nicht nehmen, regelmässig die Pfannendeckel zu heben und einen prüfenden Blick auf die entstehenden Kreationen zu werfen.

Neben mir in der Küchenzeile arbeitete ein gelernter Koch, der aus einer Tomate zur Dekoration mal eben eine Rose schnitzte, während ich mit Müh und Not einen Zweig Petersilie so auf der Suppe zu drapieren versuchte, dass er nicht gleich darin ertrank.

Nach knapp vier Stunden war ich fix und fertig. Meine Lauch-Griess-Suppe war trotz Petersilie keine Augenweide, aber essen konnte man sie schon. Der Gemüsekuchen war etwas fand und wie man Kopfsalat schön anrichtet ist mir nach wie vor ein Rätsel. Zu guter Letzt schmeckte die Crême brûlé zu sehr nach Zitrone aber immerhin war mir der Zucker beim karamellisieren nicht angebrannt.