Rezepte

Aufgepeppte Tütensuppe

Ich habe hier in meinem Blog schon mehrmals geschrieben, dass ich eher nachlässig bin, wenn es darum geht, für mich selber zu kochen. Weil ich mir mit meiner Ernährung jedoch etwas gutes tun möchte, achte ich trotzdem darauf, mich nicht zu einseitig oder zu ungesund zu ernähren.

Wenn es einmal schnell gehen muss oder ihr Lust auf etwas warmes habt, jedoch nicht lange in der Küche stehen wollte, habe ich hier einen Tipp für euch:

Man nehme eine Bouillon nach Wahl, gebe eine Handvoll feine Nudeln sowie (bereits gerüstetes) Suppengemüse und 150g Räuchertofu in mundgerechten Stücken hinzu und schwupps hat man eine warme, ausgewogene und sättigende Mahlzeit.

En Guete!

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Alltagsgeschichten, Essgeschichten

Krimidinner zum Zweiten

Vor etwa zwei Jahren hatte ich bereits einmal das Vergnügen, an einem Krimidinner teilzunehmen. Damals spielte ich eine eingebildete Fernsehmoderatorin im kleinen Schwarzen und ich war sogar am Mord beteiligt. Ein Riesenspass!

Am Freitag war ich nun zu einem weiteren Dinner mit mörderischem Hintergrund geladen. Das Setting: Eine buntgemischte Truppe fährt 1936 in der ersten Klasse des London Express von Edinburgh nach London zur Krönungsfeier des zukünftigen Königs. Anwesend sind unter anderem ein Pater, eine deutsche Schauspielerin, ein Journalist, ein schottischer Oberst und seine Frau, eine russische Gräfin im Exil und meine Wenigkeit: Lord Winterbottom.

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Zylinder und Schnurbart sind doch mal was anderes als Lippenstift und Wimperntusche.

Alle waren ihren Rollenbeschreibungen gemäss verkleidet, die Tafel dem Setting entsprechend edel gedeckt und auch das Essen typisch Britisch: Erbsensuppe mit Minze, Ofenpoulet mit Gemüse und Kartoffeln und zum Dessert eine Lemon-Curd-Tarte. Yummy!

20170310_183151Ermordet wurde übrigens der Schaffner des Zuges. Über mehrere Spielrunden haben wir immer mehr über den Ablauf des verhängnisvollen Abends sowie die düstere Vergangenheit aller Beteiligter erfahren, sodass es zum Schluss wenigstens einigen von uns gelungen ist, den Mörder zu enttarnen.

Studiumsgeschichten

Die Kochprüfung

Es macht Sinn, dass man als Ernährungsberaterin auch über gewisse Grundkenntnisse in der Küche verfügt. Deshalb laufen bei uns im Studiengang momentan praktische Kochprüfungen. Jeder bekommt das Essprotokoll eines fiktiven Klienten und muss dieses mittels Nährwertberechnungsprogramm auswerten, Verbesserungvorschläge aufschreiben und es auch gleich noch optimieren. Am Anfang war ich noch recht locker, doch als es nach über einer Stunde Rezepte eintippen immer noch nicht aufging, weil der Typ einfach zu viel Fett und zu wenig Kohlenhydrate isst, wurde ich langsam nervös. Vor allem, als irgendwann alle meine Mitprüflinge aufstanden und in die Küche verschwanden.

Als ich dann endlich auch am Herd stand, wurde ich nur noch nervöser. Eigentlich kann ich kochen, wirklich!, und die Rezepte waren auch nicht besonders schwer, aber es verunsicherte mich total, dass ständig zwei Experten mit Kugelschreiber und Klemmbrett um mich herum schlichen. Ich liess das Öl in der Pfanne etwas zu heiss werden und so zischte es gewaltig, als ich das Gemüse hinzufügte. Natürlich wurde das sofort notiert. Die eine Expertin liess es sich nicht nehmen, regelmässig die Pfannendeckel zu heben und einen prüfenden Blick auf die entstehenden Kreationen zu werfen.

Neben mir in der Küchenzeile arbeitete ein gelernter Koch, der aus einer Tomate zur Dekoration mal eben eine Rose schnitzte, während ich mit Müh und Not einen Zweig Petersilie so auf der Suppe zu drapieren versuchte, dass er nicht gleich darin ertrank.

Nach knapp vier Stunden war ich fix und fertig. Meine Lauch-Griess-Suppe war trotz Petersilie keine Augenweide, aber essen konnte man sie schon. Der Gemüsekuchen war etwas fand und wie man Kopfsalat schön anrichtet ist mir nach wie vor ein Rätsel. Zu guter Letzt schmeckte die Crême brûlé zu sehr nach Zitrone aber immerhin war mir der Zucker beim karamellisieren nicht angebrannt.