Alltagsgeschichten

Werbespot Ariel

Zurzeit läuft einer neuer Werbespot der Waschmittelmarke Ariel im Fernsehen. Leider habe ich das Video im Internet nirgends gefunden, um es für euch zu verlinken. Wer aber hin und wieder fernsieht und in der Werbepause nicht gleich wegzappt, hat den Spot bestimmt schon gesehen.

Kurz zusammengefasst geht es darum, dass hunderte von Menschen – fröhliche Familien mit einem strahlenden Lächeln- bei einer Art Volksfest wie wild auf zwei riesigen, blütenweissen Leintüchern herumtrampeln, bis sie komplett eingesaut sind. Anschliessend wir ein Leintuch gewaschen – mir Ariel natürlich – welches das andere so belassen wird. Nun kommt der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung: Vor den staunenden Augen der Menschenmasse werden die beiden Leintücher in luftiger Höhe entrollt. Und siehe da, der frisch gewachsene Stoff strahlt so weiss, dass einem bei dem Anblick fast die Augen brennen.
 
Die Werbung ist so fern von jeglicher Realität, dass es schon fast wieder lustig ist. Als ob sich tausende von Menschen versammeln würden um ein Leintuch zu begutachten. Am Schluss wird noch ein Satz eingeblendet, dass Ariel schon bei ersten Waschgang sauber wäscht. Wer will den bitteschön seine Wäsche mehrmals waschen? Ich glaube, das kann jedes andere vernünftige Waschmittel auch.
 
Den Spot habe ich im Internet zwar nicht gefunden, dafür unzählige Forumsbeiträge, in welchen die Leute nach dem Titel des Hintergrundlieds fragen. Mindestens für den Komponisten den Songs war die Werbeaktion also ein voller Erfolg. Neu war mir auch, dass Waschmittel eine eigene Facebookseite haben. Ariel kann sage und schreibe 261’141 Follower verzeichnen.
 
Essgeschichten

Caffè ohne Kaffee

Die Werbung verspricht so einiges, was sie nicht halten kann. Das gleiche gilt für Lebensmittelverpackungen.

Eine besonders gelungene Täuschung haben wir heute in der Mittagspause entdeckt: Ein Kaffeegetränk ohne Kaffee. Der Grande Caffè zero von der Migros enthält 99% Milch und gerade einmal 0.8% Kaffeeextrakt. Auf der Verpackung ist ein leckerer Latte Macchiato umrahmt von zwei Kaffeebohnen abgebildet. Koffein sucht man übrigens auch vergeblich. Dafür findet sich die folgende, blumige Aussage:

Grande Caffè Macchiato ist eine Mischung von starkem würzigem Arabica aus der Gegend des Kilimandjaro mit Milchschaum aus der Schweiz.

Ich hätte da einen Vorschlag für eine ehrlichere Variante:

Grande Latte Macchiato ist eine Mischung von Milch aus der Schweiz und einem Hauch von Kaffeesatz.